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König-Albert-Denkmal auf dem Windberg wird saniert

Das Reiterstandbild am König-Albert-Denkmal auf dem Windberg wird restauriert. Nach der Einrichtung der Baustelle und der Einhausung des Reliefs können nunmehr die Arbeiten beginnen. Diese umfassen eine Reinigung und Materialanalyse, die Entsalzung der Steinoberfläche in drei Zyklen von jeweils drei Wochen Dauer, die Rissesanierung und partielle Steinverfestigung sowie die Ergänzung fehlender Teile. Eine Fertigstellung ist für Oktober 2021 geplant. Die Kosten liegen bei rund 95.000 Euro, darunter rund 31.000 Euro von der unteren Denkmalbehörde. Während der Bauarbeiten bleibt die Aussichtsplattform weiterhin nutzbar. Mit geringen baustellentypischen Beeinträchtigungen muss aber gerechnet werden.

Nach der Standbildsanierung ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt wieder vollständig hergestellt. Bereits vor einigen Jahren war das damals stark beschädigte und verwitterte Monument, auch dank zahlreicher Spenden, saniert und eine neue Bronzeplatte angebracht worden. Das Reiterstandbild am Fuße der stadtzugewandten Seite jedoch verblieb in einem unbefriedigenden und beschädigten Zustand. Auf Initiative der Stadtverwaltung und des Stadtrates soll sich dies nun ändern.

Dazu fanden bereits im März 2020 Voruntersuchungen statt und eine Aufgabenstellung in Form einer „denkmalpflegerisch-restauratorischen Zielstellung zur Erhaltung des Reiterreliefs“ wurde erstellt. Auf dieser Grundlage erfolgte eine Kostenermittlung bei verschiedenen Restaurierungs-Spezialisten sowie ein Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung sowie die finanzielle Untersetzung im Stadthaushalt. Seit August 2020 liegt der Stadt Freital die denkmalrechtliche Genehmigung zur Restaurierung des Reiterreliefs vor. Mit Freigabe der Fördermittel konnten nun die Arbeiten starten.

„Dass es uns gerade jetzt, im 100. Jahr unserer Stadtwerdung gelungen ist, das Standbild wieder in Ordnung zu bringen, ist ein wunderbares Geschenk zum Stadtgeburtstag – besonders auch im Hinblick darauf, dass der Windberg mit Denkmal weithin sichtbar ist und damit für die gesamte Region einen Ankerpunkt in der Landschaft darstellt sowie einen hohen Bekanntheitsgrad auch außerhalb der Stadt genießt. Für die Freitaler ist es zugleich ein wichtiges Symbol ihrer Heimat. Und gerade für das Jubiläumsjahr ist es uns ein wichtiges Anliegen, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Stadtgesellschaft, das Zusammenwachsen der Stadtteile und die Identifikation mit der Stadt insgesamt zu stärken. Es passt also alles sehr gut zusammen“, sagt Oberbürgermeister Uwe Rumberg.

Informationen zum König-Albert-Denkmal auf dem Windberg

Der 17 Meter hohe Sandstein-Obelisk, der über der Stadt auf dem rund 350 Meter hohen Windberg thront, ist das wohl bekannteste Denkmal und zugleich ein Wahrzeichen Freitals. Auf der zum Tal gewandten Seite ist ein Reiterstandbild von König Albert von Sachsen (1828-1902) zu sehen, dem das Denkmal gewidmet ist. Es soll den sächsischen Monarchen ehren und die Dankbarkeit der Bewohner des Plauenschen Grundes für die militärischen Hilfeleistungen während des Hochwassers 1897 ausdrücken. Auf der talabgewandten Seite ist eine Bronzetafel angebracht. Die Inschrift der Tafel "Betritt, o Sachsenvolk, andächtig diese Stätte. Sie ist geweiht den Manen eines Königs, der deutschen Heldensinn mit Herrschertreu Verband und seinem Volke war ein gottgesandter Führer." ist eine der damaligen Zeit geschuldete Würdigung König Alberts. 

Entworfen hat das seit mehreren Jahren nachts angestrahlte und weithin sichtbare Denkmal der Dresdner Architekt Max Hans Kühne (1874-1942). Am 18. August 1904 wurde es nach dreivierteljähriger Bauzeit eingeweiht. Das Reiterstandbild schuf der Bildhauer Heinrich Wedemeyer. 1952 wurde das beschädigte Relief zugemauert. 1995 wurde das Standbild des einstigen Monarchen wieder freigelegt.

Der Windberg und das König-Albert-Denkmal mit Aussichtsplattform sind beliebte Ausflugsziele von Einheimischen und Gästen. Von hier oben hat man einen wundervollen Blick übers Weißeritztal und nahezu die gesamte Stadt.

23.07.2021 
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