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Datum: 13.06.2020

Klitscher an der 100

Am 12. Juni 2020 zog am Nachmittag ein leckerer Duft von selbstgebackenen Klitschern durch Freital-Weißig. Die stählerne Stele, die seit 2019 durch die Stadtteile wandert, um auf das 100-jährige Stadtjubiläum im Jahr 2021 aufmerksam zu machen, wurde im Stadtteil begrüßt. Da aufgrund der Corona-Pandemie derzeit keine Feier wie ursprünglich geplant stattfinden konnte, wurde kurzerhand für die im Stadtteil berühmten und bekannten Klitscher ein mobiler Klitscherverkauf gestartet.

Wie im Gespräch vor Ort zu erfahren war, wurden die Klitscher Anfang des 19. Jahrhundert von Bergleuten aus Johanngeorgenstadt nach Weißig gebracht. Seitdem ist es auch hier das traditionelle Gericht, welches aus Kartoffeln, Quark, Mehl, Eiern und Zucker hergestellt wird. Zum Backen wird Leinöl verwendet. Der „Ölmann“ kam immer donnerstags nach Weißig. Dann konnten alle riechen, dass Klitscher gebacken wurden.

Zahlreiche Einwohner und Interessierte wurden vom Wohlgeruch angelockt und kamen an die 100, um einen Happen der Kartoffelspezialität zu kaufen. Die Mitglieder vom Verein Weißig e. V. sorgten unter Einhaltung der geltenden Vorschriften für die Speisen und Getränke. Mitarbeiter aus dem Projektbüro der Stadtverwaltung standen für Fragen zum Stadtjubiläum zur Verfügung. Der Erlös des Verkaufs kommt dem Verein Weißig 2011 e. V. zugute.

Mit der gelungenen Aktion und den vielen Freitalern, die die 100 auch außerhalb der Aktion in Weißig bestaunen, wird die Idee einmal mehr lebendig, dass die 100 nicht nur auf das bevorstehende Festjahr hinweist, sondern auch ein verbindendes Element ist, mit dem die Freitaler ihre Stadt neu entdecken und sich stärker mit ihr identifizieren können. Schließlich soll der Stadtgeburtstag ein Ereignis sein, das das Gemeinschaftsgefühl stärkt. In FreitalWeißig bleibt die Stele noch bis etwa Mitte Juli 2020. Mitte August 2020 ist der Umzug nach Freital-Zauckerode geplant.

Die Stele wiegt rund 880 Kilogramm, mit Sockel insgesamt rund sechs Tonnen und ist über zwei Meter hoch. Angefertigt hat sie der Metallbaubetrieb Walther aus Possendorf nach den Vorlagen der Stadt. Unterstützt wird das Projekt vom Ingenieurbüro Klingauf sowie der Freitaler Stadtwerke GmbH (FSW).

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